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zentral+ feiert sein einjähriges Bestehen

zentral+: Das Online-Magazin zentral+ wird auf den Tag genau 1 Jahr alt. Wie feiern Sie heute?
Christian Hug: Wir haben den ganzen Tag offene Türen. Unsere Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen und uns ihr Feedback direkt zu geben. Wer will, kann einen Kennenlern-Parcours absolvieren oder am Ideenwettbewerb teilnehmen. Abends feiern wir mit unseren festen und regelmässigen Mitarbeitenden, Vereinsmitgliedern und Partnern. Und für Werbekunden haben wir ein spezielles Jubiläums-Angebot parat.

zentral+: Sie haben sich aber auch einen neuen Internetauftritt verpasst.
Hug: Richtig, das ist unser Geschenk an unsere Leser und an uns selbst. Visuell erscheint die Seite nun deutlich kompakter, ohne ihren Charakter zu ändern. Das haben wir erreicht, indem verschiedene Elemente neu angeordnet oder umgestaltet wurden. Ausserdem erhalten einzelne Punkte wie Blogs oder Dossiers einen anderen, einfacheren Zugang. Und nicht zuletzt kommen auch noch neue Elemente hinzu. Das Kernstück bildet der Bereich «Aktuelles aus der Region». Wir haben gemerkt, dass unsere ausführlichen Hintergrund-Artikel bei den Lesern sehr geschätzt werden. Gleichzeitig war aber auch immer wieder zu hören, dass während eines Tages häufig derselbe Artikel an erster Stelle zu sehen ist. An zweitwichtigster Stelle der Seite findet die regionale Aktualität nun zukünftig einen eigenen Platz.

zentral+: Bedeutet dies nicht ein starker Richtungswechsel hin zu einer Newsseite?
Hug: Kernstück werden auch in Zukunft unsere Hintergrund-Geschichten aus der Region sein. Wir sind der Meinung, dass die gewählte Ausrichtung von zentral+ richtig ist. Allerdings möchten wir in einem klar begrenzten Rahmen auch Tagesaktualitäten aufnehmen. Der Mehrwert für unsere User ist, dass die Seite aktuellere Informationen bietet und die Themenvielfalt so noch grösser wird.

zentral+: Dies bedingt aber sicher auch personellen Mehraufwand?
Hug: Wir konnten in den letzten zwei Monaten mit Marco Liembd, Andrea Müller und Manuel Gautschi bereits wichtige Stellen besetzen und sind weiterhin auf der Suche nach einer regional gut vernetzten Person zur Verstärkung.

zentral+: Erst kürzlich hat zentral+ ein gedrucktes Magazin publiziert. Wird dies nun zum Standard?
Hug: Die Printausgabe war wichtig für uns, um uns etwas breiter bekannt zu machen. Das Internet bietet uns und den Nutzern mit Multimedia-, Feedback- und Dialogfunktionen eindeutig die vielfältigeren journalistischen Möglichkeiten. Ausserdem sind die Kosten für ein reines Online-Medium deutlich tiefer. Ein regelmässiges Print-Magazin ist für uns nur schon aus finanziellen Gründen derzeit kein Thema.

zentral+: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem ersten Jahr?
Hug: Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben, nämlich eine gut funktionierende Redaktion mit kompetenten Mitarbeitenden aufzubauen, die fundierte Hintergrundartikel verfasst, über die man spricht. Wir setzen Themen, die auch von anderen Medien aufgenommen werden. Feedbacks der letzten Monate zeigen, dass wir als relevant und unabhängig wahrgenommen werden und es uns immer besser gelingt, einen Beitrag zur Medienvielfalt der Zentralschweiz zu leisten. Wir haben eine treue und zunehmend breitere Stammleserschaft aufgebaut und erhalten aus den verschiedensten Kreisen viel Lob.

zentral+: Konnten Sie Ihre Ziele erreichen?
Hug: Weitgehend ja. Unser wichtigstes Anliegen war und ist, einen wichtigen Beitrag zur Medien- und Meinungsvielfalt in der Zentralschweiz zu schaffen. Das ist uns gelungen.

zentral+: Gibt es Dinge, die noch nicht realisiert werden konnten?
Hug: Wir wollen noch politischer, noch aktueller werden und streben eine etwas höhere Kadenz an. Das erreichen wir mit dem Redesign unseres Online-Magazins. Ausserdem wollen wir die Berichterstattung für den Raum Zug intensivieren. Dazu haben wir in den letzten Wochen den Grundstein gelegt. Seitens unserer Leser werden immer wieder eine eigene Sportberichterstattung gewünscht sowie mehr Kultur, insbesondere zu Veranstaltungen. Beides ist jedoch sehr ressourcenintensiv und teuer. Mit dem tschutti heftli Blog decken wir zumindest die FCL-Fans ab, und auch der neue «Kulturblock» stösst auf sehr grosse Resonanz. Und nicht zuletzt arbeiten wir derzeit am Ausbau unserer Wirtschafts-Berichterstattung. Sie sehen, es läuft derzeit einiges.

zentral+: Ähnliche Plattformen wie das Journal B in Bern oder onz.ch in Ob- und Nidwalden mussten ihren Betrieb wieder einstellen. Was macht zentral+ besser? Gibt es euch noch länger?
Hug: Einerseits haben wir eine deutlich tiefere Kostenstruktur. Und dann haben wir das Glück, dass wir finanziell breiter abgestützt sind: Der Verein, die Aktiengesellschaft, private Geldgeber, ausserdem steht die Gründung unserer Stiftung unmittelbar bevor. Und nicht zuletzt laden wir unsere Nutzer ein, für Artikel einen finanziellen Beitrag zu leisten. Dies kann über alle möglichen Zahlungsformen wie SMS, Kreditkarte, Einzahlungsschein oder Paypal erfolgen.

zentral+: Sind die Nutzer tatsächlich gewillt, für Artikel zu zahlen? Wieviel nehmen Sie über diese Bezahl-Funktion ein?
Hug: Unsere Nutzer zahlen tatsächlich. Die Funktion wurde eben erst erweitert, daher haben wir noch keine aussagekräftigen Zahlen, aber der Betrag bewegt sich im drei- bis vierstelligen Bereich je Monat.

zentral+: Wie sind die Nutzerzahlen?
Hug: Wir konnten bisher mehr als eine Million Zugriffe verzeichnen, pro Monat sind das über 50'000 Besucher. Als neues Medium, das seine Marke erst aufbauen muss, ist das gut. Aber natürlich wünschen wir uns noch deutlich viel mehr Leser, um am Werbemarkt unverzichtbarer zu werden. Mit den getroffenen Massnahmen sind wir überzeugt, dieses Ziel zu erreichen.

zentral+: Wie geht es mit zentral+ weiter?
Hug: Wie bereits erwähnt planen wir einerseits eine grössere Anzahl von Magazinartikeln. Diese werden ergänzt durch eine umfassendere aktuelle Berichterstattung aus Luzern und Zug. Zudem werden wir weiterhin in die Bekanntheitssteigerung investieren.

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